20 Nichtregierungsorganisationen gründen die klima-allianz nrw
Düsseldorf /Dortmund – Auf Initiative der Evangelischen Kirche von Westfalen, des NABU NRW und der Verbraucherzentrale NRW trafen sich heute in Dortmund rund 20 nordrhein- westfälische Nichtregierungsorganisationen, um die klima-allianz nrw zu gründen. Grundlage der Arbeit dieses Klimabündnisses auf Landesebene ist dabei der Appell der bereits bundesweit agierenden klima-allianz „Klimaschutz jetzt!“. Neben den drei Initiatoren unterzeichneten der BUND NRW, das Eine-Welt-Netz NRW, die Global Marshall Plan Initiative NRW, die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, der Landfrauenverband/Rheinland, das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen (MÖWe), der Verband für Umweltberatung NRW und Wohnen im Eigentum e.V. bereits heute das Memorandum des Klimabündnisses. Ein 8-köpfiger Arbeitsausschuss, der konkrete Ziele und Aufgaben erarbeiten wird, bereitet nun zunächst die Beteiligung der klima-allianz nrw am weltweiten Klimaaktionstag am 8.Dezember 2007 vor.
Die klima-allianz nrw hat bereits in der zurückliegenden Gründungsphase mit der NRW- Landes-regierung und den landespolitischen Akteuren einen Dialog über Inhalte und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in NRW begonnen. Neben der Forderung für eine zügige Reduzierung der Treibhausgase im Land zu sorgen, erwarten die Bündnismitglieder, dass die Landesregierung ihre Verantwortung bei der Umsetzung der Klimaschutzziele wahrnimmt – und zwar lokal als auch global – sowie eine Überprüfung der Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen garantiert. Zudem beabsichtigt die klima-allianz nrw, die Erarbeitung der Klimafolgenstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen kritisch zu begleiten.
Um dies alles mit Nachdruck umsetzen zu können, ist die klima-allianz nrw auf ein möglichst starkes Bündnis angewiesen. Da trifft es sich gut, das weitere Verbände wie der Deutsche Hausfrauenbund, die katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Klimatisch Rheinberg, GermanWatch NRW, Pro Bahn und der Verkehrsclub Deutschland bereits eine Unterzeichnung des Memorandums angekündigt haben.
„Unser Ziel ist es, möglichst viele unterschiedliche Kräfte zu integrieren und für den Klimaschutz in NRW zu mobilisieren“, erläuterte NRW-Verbraucherzentralenvorstand Müller. Vielschichtigkeit und Unterschiedlichkeit der klima-allianz nrw sind dabei eine besondere Stärke dieses einmaligen Bündnisses. „So können unsere Experten, die sich beispielsweise seit vielen Jahren mit verkehrs-, energiepolitischen und naturschutzfachlichen Themen beschäftigen, fundierte Beiträge zu einem Klimaschutz-programm NRW leisten“, erklärt Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Andere Bündnispartner hätten Strukturen und Möglichkeiten, die Ziele der klima-allianz nrw in die Öffentlichkeit zu tragen und dort für verantwortungsvolles Handeln und für Unterstützung zu werben. „Die klima-allianz nrw versteht sich als Teil der klima-allianz auf Bundesebene“, bei der mittlerweile über 60 Umwelt- und Entwicklungsverbände sowie Kirchen und kirchliche Verbände mitwirken“, so Pfr. Klaus Breyer, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen und Gründungsmitglied der bundesweiten Klimaallianz. Die Zeit dränge, der weltweite Klimaschutz brauche eine neue Dynamik und keine weiteren Absichtserklärungen.