Betrifft: Leindotter; Handelsverbot/Nicht-Verkehrsfähigkeit
ECOPLAN Ingenieurbüro für Umwelttechnik Dipl.Ing. Harald Zimmermann Leindotter ist als heimische Ölpflanze aus mehreren Gründen interessant:
1. Leindotteröl ist dünnflüssiger als Rapsöl und ist deshalb wintertauglicher als zB Rapsöl für den Betrieb in Diesel-Fahrzeugen. Eventuell kann Leindotteröl dem Rapsöl als Winterzusatz beigemischt werden.
2. Leindotter verbrennt in Dieselmotoren (bemerkt an Vorkammermotoren ohne spezielle Umrüstung) ohne den typischen Geruch der Abgase nach "Frittenbude".
3. Leindotter kann im biologischen Anbau (Verzicht auf Herbizide) als Untersaat in Getreide und anderen Kulturen angebaut werden. Vorteil: zusätzlicher Ertrag von derartigen Flächen mit minimierten Kosten = günstiges Öl.
4. Der Preßkuchen ist ein hochwertiges Eiweißfuttermittel (analytisch besser wie Soja). Er kann somit ideal verwertet werden.
Es besteht allerdings ein Problem: Leindottersamen bzw. Preßkuchen unterliegt einem alten Handelsverbot in Deutschland.
Grund:?
Inoffiziell wird Leindotterpreßkuchen aber vereinzelt eingesetzt.
Für den vermehrten Einsatz des Öls als Dieselersatz ist dieses Handelsverbot/die Nicht-Verkehrsfähigkeit des Preßkuchens schädlich.
Außerdem bietet sich besonders im Öko-Landbau durch den Anbau und die mögliche Verwendung des Preßkuchens als (betriebseigenes) hochwertige Eiweißfuttermittel die Chance, den "chronischen" Eiweißmangel der Bio-Mäster - besonders wenn die zukünftigen Beschränkungen für den Einkauf von externen Eiweißfuttermitteln durch Bio-Betriebe greifen wird - aus eigenen Ressourcen, eigenen Betrieben und in Bio-Qualität zu decken.
Frage:
Warum besteht trotz gegenteiliger positiver Erfahrungen von Anwendern des Leindotterschrotes das Handels- bzw. Verkehrsverbot für Leindotter bzw. LD-Preßkuchen weiter?
Sollte/Kann hier nicht eine Änderung der Vorschriften/Wegfall des Verbotes positive Auswirkungen auf verschiedene Systeme haben?









