Rapsöl im Tank und auf dem Salat
Rapsöl - gleichbedeutend mit dem Begriff Biodiesel?
Hinter dem Begriff Biodiesel verbirgt sich der Raps-Methyl-Ester (RME). Dieser wird zu einem großen Teil aus Rapsöl, das nicht für den Verzehr vorgesehen ist, hergestellt (Ölsaaten für den Non-Food-Bereich von Stilllegungsflächen).
In einem chemischen Prozess wird das Triglycerid (Fettmolekül) in 3 Fettsäuren und den dreiwertigen Alkohol Glycerin aufgespalten. An die freien Enden der Fettsäuren wird chemisch der einwertige Alkohol Methanol gebunden. So werden aus einem großen Molekül drei kleinere hergestellt. Das Glycerin wird abgetrennt und stellt einen wertvollen Grundstoff für die chemische Industrie dar. Grundsätzlich eignet sich eine Vielzahl pflanzlicher Öle für die Herstellung von Biodiesel, für den das Rapsöl zu einem Synonym geworden ist.
Rapsöl wird aus dem Samen der Rapspflanze gewonnen, die im Mai ganze Landstriche in ein gelb blühendes Meer verwandeln. Mit 1,1 Mio. Hektar - das sind gut 9 % der gesamten deutschen Ackerfläche - zählt Raps hierzulande zu den bedeutendsten Kulturpflanzen (CMA). Die konsequente züchterische Weiterentwicklung der vergangenen 30 Jahre (nicht zu verwechseln mit der viel diskutierten Genmanipulation!), hat Rapsöl zum gesündesten Speiseöl für unsere Ernährung gemacht.
Rapsöl für den Lebensmittel-Bereich ist in Deutschland überwiegend unter der Bezeichnung "Reines Pflanzenöl" im Handel und macht mehr als ein Viertel des insgesamt gekauften Speiseöls aus (CMA).
Seit März 2000 sind die besonders positiven Eigenschaften des Rapsöls auch in der offiziellen schriftlichen Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt worden. Amerikanische Ernährungswissenschaftler erkannten dies bereits vor 10 Jahren. Mittlerweile ist beispielsweise in Nordamerika ein Speiseölregal ohne Rapsöl, dort mit "Canola Oil" bezeichnet, undenkbar.









